Kundenhilfe: Steuerung hat morgens Störung: Kondenswasser im Gehäuse – Tiefgarage Bad Camberg, Zufahrt 1
Einsatzort: Tiefgarage, Bad Camberg, Zufahrt 1. Anlage: Außentor, Universal, Steuerung. Gemeldet: Störung bei Kondenswasser. Am Ende war die Ursache: Sensorleitung bildet Tropfwasser ins Gehäuse.
Direkt gesagt: Der Fehler wurde nicht durch Raten gelöst. Erst wurde beobachtet, dann am richtigen Eingang gemessen, dann wurde nur der betroffene Bereich repariert.
Was Sie gefahrlos prüfen können
- Bei Brummen, Geruch oder flackernden Schützen nicht weiter probieren.
- 400-V-Bereich nicht öffnen.
- Prüfen, ob Not-Halt und Hauptschalter normal stehen.
Wann Schluss mit Probieren ist
Bei 400-V-Fehlern, Brandgeruch oder klappernden Schützen sofort abschalten und Fachkraft holen.
Messpunkte für den Fachtechniker
| Prüfung | Sollwert / Normalzustand | Gemessen im Fall | Schluss daraus |
|---|---|---|---|
| Netzversorgung | 400 V AC zwischen Phasen | 399 / 401 / 398 V AC | Versorgung vorhanden |
| Motorschütz Spule | 230 V AC oder 24 V DC je nach Anlage | Spannung liegt an | Ansteuerung kommt an |
| Ausgang Schütz | alle Phasen durchgeschaltet | eine Phase fehlt | Schützkontakt verbrannt |
| Motorstrom | symmetrisch | eine Phase 0 A | Lastteil/Schütz, nicht Bediengerät |
Reparatur in diesem Fall
- Versorgung und Lastteil gemessen
- defektes Bauteil ersetzt
- Fahrtrichtung und Probeläufe geprüft
Nach der Reparatur
- Funktion nach Reparatur prüfen
- Probelauf dokumentieren
Passende Ersatzteile
- Schaltschrankdichtung
- Kabelverschraubung
- Schaltschrankheizung
- Steuerplatine
- Klemmenmaterial
Hilfreiche interne Links
- Kontakt aufnehmen
- TM Ersatzteilfinder
- Alle Tor-Ersatzteile
- Mechanische Ersatzteile verstehen
- Sicherheitstechnik für Tore
- Hörmann Ersatzteile ohne Fehlkauf finden
- GFA Spiralkabel und DW-Kontakt prüfen
Feuchtigkeit im Schaltschrank dauerhaft abstellen
Schicken Sie Fotos vom Typenschild, von der Steuerung und vom betroffenen Bauteil. Dann lässt sich deutlich schneller sagen, ob ein Ersatzteil reicht oder ein Vor-Ort-Einsatz sinnvoller ist.
FAQ
Ist bei „Störung bei Kondenswasser“ automatisch die Steuerung defekt?
Nein. In diesem Fall zeigte die Messung auf Sensorleitung bildet Tropfwasser ins Gehäuse. Eine Steuerung wird erst verdächtig, wenn Eingang, Leitung, Sensor und Versorgung sauber geprüft sind.
Was kann ich als Betreiber gefahrlos selbst prüfen?
Prüfen Sie den Torbereich, sichtbare Hindernisse, saubere Sensorflächen und ob ein Not-Halt gedrückt ist. Schaltschrank, Federn, Seile, Hydraulik und 400-V-Anschlüsse gehören nicht in Eigenarbeit.
Welcher Messwert war hier am wichtigsten?
Entscheidend war „Netzversorgung“: Sollwert 400 V AC zwischen Phasen, gemessen 399 / 401 / 398 V AC. Damit ließ sich der Fehlerbereich deutlich eingrenzen.
Warum reicht ein Reset meistens nicht?
Ein Reset löscht höchstens die Meldung. Wenn die Ursache weiter vorhanden ist, kommt der Fehler wieder oder die Anlage läuft mit erhöhtem Risiko.
Welche Ersatzteile kommen bei diesem Fehlerbild realistisch infrage?
Realistisch sind nur Teile aus dem gemessenen Fehlerbereich: Schaltschrankdichtung, Kabelverschraubung, Schaltschrankheizung und Steuerplatine. Ohne Typenschild, Foto und Messwert ist die Trefferquote schlechter.
Muss nach der Reparatur neu eingelernt oder programmiert werden?
Nur wenn Endlagen, Lernfahrt, Funkzuordnung, Relaislogik oder Sicherheitsparameter betroffen waren. Bei diesem Fall wurden die relevanten Funktionen nach der Reparatur getestet und nicht blind verstellt.
Wann sollte die Anlage gesperrt werden?
Sperren Sie die Anlage, wenn das Tor schief steht, Seile/Federn beschädigt sind, Öl austritt, Sicherheitsmeldungen wiederkommen oder die Anlage nur durch Überbrücken laufen würde.






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