Kundenhilfe: TS971 Referenzfahrt bricht ab: Endlage wurde falsch gespeichert – Schreinerei Budenheim, Wareneingang
Einsatzort: Schreinerei, Budenheim, Wareneingang. Anlage: Industrietor, GfA, TS971. Gemeldet: Endlage/Lernfahrt unplausibel. Am Ende war die Ursache: Endlage ZU auf Anschlag gespeichert.
Checkliste für den Betreiber
- Lernfahrt nur starten, wenn der Laufweg frei und mechanisch in Ordnung ist.
- Bei schiefem Tor keine neue Endlage speichern.
- Vor dem Löschen alter Werte Typenschild und Einstellungen sichern.
Checkliste für die Messung
| Prüfung | Sollwert / Normalzustand | Gemessen im Fall | Schluss daraus |
|---|---|---|---|
| Mechanischer Laufweg | frei über gesamten Weg | frei nach Reinigung | Lernfahrt darf erst danach starten |
| Endlage AUF/ZU | plausibel, nicht auf Anschlag | ZU zu tief gespeichert | Endlage verursacht Folgefehler |
| Laufzeitreserve | größer als tatsächliche Fahrzeit | zu knapp | Laufzeit/Endlage neu einlernen |
| Referenzfahrt | ohne Stopp | nach Neueinstellung sauber | Programmierung war Ursache |
Gefundene Ursache
Die Anlage zeigte das Verhalten nicht zufällig. Die gemessenen Werte passten zu Endlage ZU auf Anschlag gespeichert.
Reparaturschritte
- Mechanik vor der Programmierung freigemacht
- Endlage nicht auf Anschlag gespeichert
- Lernfahrt vollständig durchgeführt
- Sicherheitsfunktionen danach getestet
Freigabe nach dem Einsatz
- Lernfahrt vollständig durchführen
- Endlage nicht auf mechanischen Anschlag speichern
- Laufzeitreserve kontrollieren
Freigegeben wurde erst nach mehreren Fahrten in beide Richtungen und nach Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen.
Teile, die zu diesem Fall passen
- Bedienteil
- DES-Endschalter
- Geberleitung
- Endschalterzubehör
- Antrieb
Nützliche Bereiche
- Kontakt aufnehmen
- TM Ersatzteilfinder
- Alle Tor-Ersatzteile
- GFA Spiralkabel und DW-Kontakt prüfen
- Mechanische Ersatzteile verstehen
- Sicherheitstechnik für Tore
- Hörmann Ersatzteile ohne Fehlkauf finden
Endlagen nur nach mechanischer Prüfung neu einlernen
Schicken Sie im Zweifel lieber ein Foto mehr: Typenschild, Steuerung, Sensor und Schadenstelle.
FAQ
Ist bei „Endlage/Lernfahrt unplausibel“ automatisch die Steuerung defekt?
Nein. In diesem Fall zeigte die Messung auf Endlage ZU auf Anschlag gespeichert. Eine Steuerung wird erst verdächtig, wenn Eingang, Leitung, Sensor und Versorgung sauber geprüft sind.
Was kann ich als Betreiber gefahrlos selbst prüfen?
Prüfen Sie den Torbereich, sichtbare Hindernisse, saubere Sensorflächen und ob ein Not-Halt gedrückt ist. Schaltschrank, Federn, Seile, Hydraulik und 400-V-Anschlüsse gehören nicht in Eigenarbeit.
Welcher Messwert war hier am wichtigsten?
Entscheidend war „Mechanischer Laufweg“: Sollwert frei über gesamten Weg, gemessen frei nach Reinigung. Damit ließ sich der Fehlerbereich deutlich eingrenzen.
Warum reicht ein Reset meistens nicht?
Ein Reset löscht höchstens die Meldung. Wenn die Ursache weiter vorhanden ist, kommt der Fehler wieder oder die Anlage läuft mit erhöhtem Risiko.
Welche Ersatzteile kommen bei diesem Fehlerbild realistisch infrage?
Realistisch sind nur Teile aus dem gemessenen Fehlerbereich: Bedienteil, DES-Endschalter, Geberleitung und Endschalterzubehör. Ohne Typenschild, Foto und Messwert ist die Trefferquote schlechter.
Muss nach der Reparatur neu eingelernt oder programmiert werden?
Nur wenn Endlagen, Lernfahrt, Funkzuordnung, Relaislogik oder Sicherheitsparameter betroffen waren. Bei diesem Fall wurden die relevanten Funktionen nach der Reparatur getestet und nicht blind verstellt.
Wann sollte die Anlage gesperrt werden?
Sperren Sie die Anlage, wenn das Tor schief steht, Seile/Federn beschädigt sind, Öl austritt, Sicherheitsmeldungen wiederkommen oder die Anlage nur durch Überbrücken laufen würde.






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